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Das erste eigene Bier...

Ja, einmal musste es so weit kommen! Ich wollte das Bier brauen nicht nur in der Theorie kennen sondern auch selber mal richtig Hand anlegen und Bier brauen.

Zusammen mit einer Kollegin war es am 7. Juni 2014 soweit - beim Brau- und Rauchshop GmbH, haben wir einen tägigen Bierbraukurs belegt. Öhm, Frauen scheinen in diesem Metier echt in der Unterzahl zu sein, nur deren 2 (ich und sie) standen da 10 Männern in freudiger Erwartung gegenüber.

Chromstahlpfanne mit Wasser und Malz

1) Das geschrotete Malz wird in warmes Wasser eingerührt. Es folgen die drei Rasten (Eiweiss, Maltose und Verzuckerung), wo es zwischendurch immer mal wieder eine kleine Pause gibt.

Verschiedene Sprücheschilder an einer Wand

2) Bier und Frau ist immer noch ein spezielles Thema. Es gibt unzählige gute und schlechte Sprüche, so zum Beispiel, dass ein Bier einer Frau vorzuziehen ist, weil dieses nicht widerspricht...

Zwei Frauen rühren die Maische

3) Heute ist alles Handarbeit und die Maische wird schön brav gerührt. Und hier liessen die Männer den Frauen aufs Mal den Vortritt!

Becher mit Jod

4) Am Schluss des Verzuckerungsrastes wird die Jodprobe gemacht, um zu sehen, das keine unverzuckerte Stärke mehr vorhanden ist.

Maische wird in Läuterbottich geschüttet

5) Nun folgt das Läutern, indem die ganze Sache in den Läuterbottich gefüllt wird, damit die Maische von der Würze getrennt werden kann. Der Läuterbottich verfügt am Boden über ein schlauchförmiges Sieb.

Edelstahlbehälter mit Zapfhahn

6) Die Würze wird in einem Edelstahlbehälter gesammelt. Wenn alles abgelaufen ist, gibt man der Würze nochmals warmes Wasser zu, sogenannte Nachgüsse, damit die Eiweiss- und Stärkeabbauprodukte noch aus dem Treber gewaschen werden.

Treber

7) Der Treber bleibt übrig und wird anschliessend zur Tierfütterung verwendet. Man kann damit aber auch Treberbrot oder Treberwürste herstellen, was wir am Kurstag übrigens zum Mittagessen bekamen und was uh legga war!

Hopfen im Sud

8) Jetzt geht's ans Hopfenkochen. Die Hopfenpellets werden beigegeben und alles mindestens eine Stunde lang bei 99°C gekocht.

Kasten mit verschiedenen Malzsorten von Weyermann

9) Unterdessen erfuhren wir einiges über die verschiedenen Malzsorten und dass zum Beispiel ein Weizenmalz nie zu 100% verwendet werden kann, da es keine Spelzen hat. Und je dunkler das Malz, desto dunkler anschliessend auch das Bier.

Brausud

10) Beim Kochen wird die Würze sterilisiert und die Enzyme zerstört. Das Eiweiss gerinnt als sogenannter Bruch, welcher abgeschöpft wird.

Kühlgerät

11) Durch Rotation mit der Kelle wird ein Whirlpooleffekt erzeugt und die ungelösten Stoffe setzen sich in der Mitte der Braupfanne ab. Nun muss die Würze heruntergekühlt und in einen Gärtank gefüllt werden. Die Kühlung soll möglichst schnell erfolgen und kann mit einer Kühlschlange oder wie hier mit einem Plattenwürzekühler vorgenommen werden.

Bierhefe in Beuteln

12) Am Braukurs wird die Hefe nicht vor den Teilnehmenden in die Würze gegeben, weil die Hefe sehr anfällig auf Keime ist. Es werden uns aber die beiden verschiedenen Varianten (Flüssig- oder Trockenhefe) gezeigt.

Bierspindel

13) Bei unserem "Bier" muss nun aber anhand der Bierspindel der Zuckergehalt (die Stammwürze) gemessen werden, damit der Alkoholgehalt nach der Gärung berechnet werden kann. Es wird die Differenz vor und nach der Gärung gemessen und das Resultat durch 8 geteilt (z. B. 1048 - 1012 = 36, 36:8 = 4,5 % alc.).

Verschiedene Putzutensilien

14) Zum Schluss wurde uns auch viel Lehrreiches über die Hygiene erklärt, dass man die Gefässe nicht mit herkömmlichem Abwaschmittel putzen darf, sondern abwechselnd mit Lauge und Säure.

Tja, Bier aus dem Keg in Flaschen abfüllen durften wir natürlich auch noch, Kronkorken drauf und ins 6-Pack damit. Leider kein Foto mit dabei...

Nun bin ich mega stolz, dass ich nicht nur vom Bier reden kann, sondern auch weiss, wie es hergestellt wird. Meine ganze Achtung gilt all den Braumeistern, die täglich für unser Wohl sorgen und mit viel Liebe und Kreativität tolle Biere kreieren!

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